Editor's Rating

8
Präsentation
10
Atmosphäre
5
Technik/Bedienung
9
Sound/Musik
9
Gameplay

Rundenstrategie ist ja nicht gerade das beliebteste Genre auf dem Markt. Für eine Spielserie können sich aber sogar Strategiemuffel und Actionfanatiker erwärmen: XCOM.

XCOM 2 macht dort weiter wo XCOM: Enemy Unknown aufgehört hat: bösartige Aliens haben die Erde überfallen und ihre überlegene Technologie genutzt, um sich die Menschheit untertan zu machen. Eine kleine Truppe Widerstandskämpfer, bestehend aus den Überresten des Erdverteidigungs-Projekts XCOM, führt einen Guerillakrieg gegen die scheinbar allmächtigen Wesen aus dem All. Als Kommandant dieser Eliteeinheit sind wir für ihren Erfolg zuständig.

Beim Gameplay hat sich im Vergleich zum ersten Teil wenig verändert. Wieder platzieren wir unsere Soldaten Runde für Runde an taktisch (vermeintlich) günstigen Positionen. Wird dabei ein Gegner aufgescheucht kommt es zum Gefecht. Für alle Aktivitäten steht eine begrenzte Anzahl Aktionen pro Runde zur Verfügung. Zwischen den Missionen widmet man sich dem Ausbau der Basis und erforscht neue Technologien, um die Ausrüstung und damit die Überlebenschancen der eigenen Soldaten zu verbessern.

Das Spielprinzip ist einfach zu verstehen und bietet gleichzeitig dank des umfangreichen Waffenarsenals, der Forschungsmöglichkeiten und der detail- und abwechslungsreich gestalteten Levels eine Menge taktischen Tiefgang. Ach ja und: es ist schwer. Höllisch schwer.

So klischeelastig die Story auch ist, ihre Inszenierung ist top. Die Aliens werden glaubhaft als unendlich böse charakterisiert, der eigene Trupp wird mit bombastischem Pathos gekonnt in Szene gesetzt. Der aufputschend-pompöse Soundtrack und die Möglichkeit, die angeheuerten Soldaten vom Scheitel bis zur Sohle umzugestalten, tragen ebenfalls zur dichten Atmosphäre bei. Kaum ein Konsolen-General, der beim Verlust eines über mehrere Levels aufgebauten Veteranen nicht zumindest eine kleine Träne verdrücken wird.

Das einzige woran es bei diesem ansonsten hervorragenden Strategiespiel wirklich hapert, ist die Technik. Die Ladezeiten sind fast unerträglich lang, was besonders ins Gewicht fällt weil man ständig neu lädt, sobald etwas schiefgeht (ja, ich geb es zu und ja, das macht jeder). Außerdem kommt es während des Spielens immer wieder zu nervigen Rucklern, Aussetzern und Abstürzen, was die Immersion stört.

Wäre die Technik nicht so grottig, XCOM 2 wäre der wohl beste Action-Strategie-Mix den man sich nur wünschen kann. Wer die genannten Probleme stoisch ertragen kann, wird dafür mit einem tollen Spiel belohnt. Alle anderen warten am Besten auf Patches der Entwickler und spielen bis dahin einfach den ebenfalls hervorragenden Teil 1 XCOM: Enemy Unknown.

Genre:                Rundenstrategie
Getestet:            PS4 Version (Englisch)
Plattformen:      PS4
Release:             2016
Entwickler:         Firaxis
Publisher:          2K Games

XCOM 2 auf Metacritic