Editor's Rating

8
Präsentation
7
Atmosphäre
6
Technik/Bedienung
8
Sound/Musik
7
Gameplay

Was erwartet eigentlich einen kampferprobten Samurai nach dem Tod? Wenn es nach Entwicklerstudio 17-BIT geht, dann offenbar nicht viel Neues: Schlachten müssen geschlagen, Gegner zermalmt und feindliche Basen eingenommen werden.

Bei seiner Ankunft im Reich der Toten erlebt der frisch verstorbene General Akamoto eine böse Überraschung. Ein Nachahmer regiert in seinem Namen die Unterwelt. Das kann sich der stolze Stratege natürlich nicht gefallen lassen, also schickt er seine untoten Krieger ins Feld, um den falschen Akamoto vom Thron zu stoßen.

Vor dieser erfrischend blöden Hintergrundgeschichte geht’s gleich von Anfang an zur Sache. Skulls of the Shogun bietet clevere Rundenstragie in hübscher, knallbunter Comicverpackung. Wie in diesem Genre üblich versucht der jeweils aktive Spieler in seiner Runde möglichst viele Ressourcen zu erobern und gegnerische Soldaten auszuschalten.

In der Einzelspieler-Kampagne wird man nach und nach an das dafür nötige Handwerkszeug herangeführt. Man lernt zunächst einfache Einheiten wie Fußsoldaten, Bogenschützen und Kavallerie entsprechend ihrer Stärken und Schwächen einzusetzen. Im Spielverlauf wird das Repertoire dann Schritt für Schritt erweitert.

Die gelungene Gestaltung der Einheiten und ihre witzigen Kommentare sorgen dabei für gute Laune. Die hat man zeitweise auch nötig, denn nicht immer läuft alles nach Plan. Die handgezeichneten Hintergrundgrafiken sind zwar sehr schön anzusehen, manchmal erschweren sie leider auch das Erkennen von gefährlichen Positionen auf dem Spielfeld. Die Auswahl der richtigen Einheit kann zudem recht frickelig sein, speziell wenn einige davon eng nebeneinander stehen. Alles in allem ist der Einzelspielermodus jedoch gelungen. Mit etwas Geduld meistert man jede Hürde. Schnell stellt sich der „Nur noch eine Runde“-Gedanke ein.

Im Multiplayermodus hat Skulls of the Shogun – zumindest auf der PS4 – ebenso mit einigen Problemchen zu kämpfen. Nicht nur sind kaum Spieler online. Wenn mal ein Match zustande kommt, gibt es immer wieder ärgerliche Diskrepanzen bei der für die Züge zur Verfügung stehenden Zeit. Genügen einem ein, zwei schnelle Games zwischendurch, kann man das verkraften. Echten Multiplayer-Fans vermiest es wahrscheinlich die Stimmung.

Skulls of the Shogun ist zwar bestimmt kein Dauerbrenner und schert sich wenig um Präzision, dafür ist es einsteigerfreundlich und wartet mit einer unterhaltsamen Story, gefälliger Grafik und vielen amüsanten Ideen auf.

Genre:                Rundenstrategie
Getestet:            PS4 Version (Englisch)
Plattformen:      PS4, Xbox 360, PS Vita, PC, Mac, Android, iOS, Windows Phone, Linux, Ouya
Release:              2013 (iOS), 2015 (PS4)
Entwickler:         17-BIT
Publisher:           Microsoft Studios

Skulls of the Shogun auf Metacritic