Editor's Rating

9
Präsentation
7
Atmosphäre
9
Technik/Bedienung
8
Sound/Musik
8
Gameplay

Das erste Abenteuer des liebenswerten Duos auf der PS4 ist zugleich auch ein Reboot für die Serie. Flankiert von einem gleichnamigen Kinofilm will Entwickler Insomniac damit eine neue, jüngere Zielgruppe für sein bereits seit über 10 Jahren erfolgreiches Franchise begeistern.

Erwartungsgemäß ist die Story in Film und Spiel identisch: sie folgt dem Werdegang des plüschigen Mechanikers Ratchet, der sich in den Kopf gesetzt hat ein Mitglied des „Galaktischen Schutztrupps“ zu werden, einer Art Weltraumpolizei, die die strahlendesten Helden des Universums einschließt. Dieses Ziel scheint zunächst in weiter Ferne, bis Ratchet eines Tages zufällig auf Clank trifft, einen kleinen Roboter, der gerade versucht den Schutztrupp zu kontaktieren, um ihn vor einem bevorstehenden Überraschungsangriff zu warnen. Ratchet bekommt eine Chance sich zu beweisen.

Beim Gameplay setzt Insomniac auf Bewährtes: Ratchet springt, gleitet und kämpft sich wie in früheren Teilen durch abwechslungsreich gestaltete Levels, die wie kleine Themenparks angelegt sind. Dabei trifft er auf jede Menge Feinde, die er mit einem Arsenal von kuriosen Waffen plattmacht. Zwischendurch gilt es ein paar mal mehr, mal weniger anspruchsvolle Puzzles zu lösen.

Die einfallsreiche Gestaltung der Waffen ist auch diesmal wieder ein Highlight. Nicht nur haben alle sehr unterschiedliche Eigenschaften, sie können außerdem mehrfach aufgerüstet werden. Das sorgt für Motivation. Zum rundum gelungenen Spielgefühl trägt zusätzlich die angenehm direkte Steuerung bei.

Optisch ist das Spiel durchaus ein Augenschmaus. Die Levels wurden mit viel Liebe zum Detail gestaltet, knallige Farbschemen und eine individuelle Architektur verleihen jedem Planeten einen ganz eigenen Look.

Beim Humor und der Ausgestaltung der Story hat sich Insomniac – wohl aus Rücksicht auf den Kinofilm – ziemlich zurückgenommen um kinderfreundlich zu bleiben. Das ist schade, denn von den deutlich kantigeren, teils absurden Späßen der Vorgänger ist so gut wie nichts übrig geblieben. Und die Geschichte ist nur eine weitere, eher matte Variation des tausendfach aufgegriffenen Motivs vom „Underdog, der unverhofft zum Helden wird“. *Gähn*.

Alles in allem ist die 2016er Version von Ratchet & Clank jedoch ein gelungener Neuanfang für die Serie. Wirklich Innovatives hat das Spiel nicht anzubieten, was aber hauptsächlich ältere Fans der Serie stören dürfte, die schon ein paar der Vorgänger gespielt haben. Ratchet & Clank bietet cirka 10 Stunden etwas oberflächliche, dafür unkomplizierte Unterhaltung für Kinder und junggebliebene Erwachsene.

Genre:                Action Jump n‘ Run
Getestet:            PS4 Version (Englisch)
Plattformen:      PS4
Release:             2016
Entwickler:         Insomniac Games
Publisher:          Sony

Ratchet & Clank auf Metacritic