Editor's Rating

9
Präsentation
7
Atmosphäre
8
Technik/Bedienung
7
Sound/Musik
9
Gameplay

Wie schon in der Vergangenheit begleiten wir im neusten Ableger der Stealth-Action Serie Hitman wieder den Protagonisten Agent 47 bei seinen im Namen der Geheimorganisation ICA ausgeführten Auftragsmorden rund um den Globus. Dabei kommt er diesmal einem mysteriösen Unbekannten auf die Spur, der schon seit langer Zeit sein Handeln zu manipulieren scheint.

Was das Gameplay betrifft hält sich Hitman dankenswerterweise an das Vorbild seiner exzellenten Vorgänger. Die Levels sind weitläufige, frei begehbare Areale und erlauben, wie für Sandbox-Spiele üblich, unterschiedlichste Herangehensweisen an jede Aufgabe. Um seine Auftragsziele zu erreichen verfügt 47 über ein reichhaltiges Arsenal an Gadgets und Waffen. Sein Haupttalent liegt jedoch in der unauffälligen Infiltration. Der Agent ist ein echter Verkleidungskünstler und kann sich auf diese Weise unbemerkt seinen Opfern nähern.

Diese lassen sich auf unzählige Arten und Weisen um die Ecke bringen. Vom „Unfall“ bis zum Scharfschützenschuss ermöglicht das Spiel jede Menge Freiheit bei der Wahl der Auftragsausführung. Besonders gute und/oder originelle Gelegenheiten zur Beseitigung der Zielpersonen lassen sich beim Erkunden der Umgebung entdecken und unmittelbar weiterverfolgen.

Eine der augenfälligsten Neuerungen: die riesigen Levels sind nicht nur prachtvoll und detailverliebt gestaltet, sie werden noch dazu von bis zu 300 (!) Nichtspielercharakteren bevölkert. Das verleiht dem Spiel eine ganz besondere Dynamik, denn jeder dieser NPCs kann, wenn der Spieler sich aufsehenerregend benimmt, unseren Agenten enttarnen.

Die witzigen Gespräche, die an jeder Ecke belauscht werden können, sind eines der charmantesten Elemente des Spiels. Schade nur, dass den Entwicklern für die vielen Personen anscheinend gerade mal eine Handvoll von Sprechern und Sprecherinnen zur Verfügung stand. Die immer gleichen Stimmen zu hören trübt nach einiger Zeit doch etwas die Atmosphäre.

Ein Wort der Warnung: spielt man rein offline, gehen einem viele Zusatzinhalte durch die Lappen. Der Onlinemodus wartet nämlich mit ständig wechselnden, unter anderem auch von der Community erstellten Aufträgen auf.

Die Hitman-Serie ist seit vielen Jahren Garant für intelligente Third Person Stealth-Action in dynamischen Umgebungen. Der jüngste Spross bildet da keine Ausnahme. Er bietet wunderschöne Levels mit Potenzial für nächtelange Erkundungen und hohem Wiederspielwert. Wenngleich die Atmosphäre streckenweise schwächelt und die ziemlich gemächlich dahinplätschernde Story zumindest nach Season 1 noch zu wenig Substanz hat, um zu begeistern, das unterhaltsame Gameplay macht diese Mankos zum größten Teil wett.

Genre:                Stealth, Action
Getestet:            PS4 Version (Englisch)
Plattformen:      PS4
Release:             2016
Entwickler:         IO Interactive
Publisher:          Square Enix

Hitman – Season 1 auf Metacritic