Editor's Rating

9
Präsentation
8
Atmosphäre
7
Technik/Bedienung
8
Sound/Musik
9
Gameplay

Dishonored 2 schließt inhaltlich direkt an den ersten Teil der Serie an, der 2012 die Herzen der Spielergemeinde mit seinem innovativen Gameplaymix aus Stealth und Action erobert hat.

Erneut sorgt eine finstere Verschwörung gegen die kaiserliche Familie dafür, dass Corvo Attano, seines Zeichens Leibwächter der Kaiserin, sich plötzlich als Feind der Krone gebrandmarkt wiederfindet. Auf Schritt und Tritt gejagt von feindlichen Schergen hofft er in einer Stadt am Rande des namenlosen Fantasy-Inselreichs, in dem die Handlung spielt, auf Indizien zu stoßen, die ihm dabei helfen könnten seine Unschuld zu beweisen und die Drahtzieher der Verschwörung zur Strecke zu bringen. Alternativ kann die Kampagne diesmal auch als Emily Kaldwin, Corvos Tochter und zugleich besagte von den Verschwörern gestürzte Kaiserin, absolviert werden.

Spielerisch orientiert sich Dishonored 2 ebenfalls an seinem Vorgänger. Der Protagonist wird wieder aus der Ego-Perspektive gesteuert. Jede Storymission besteht aus einem frei erkundbaren Stadt- oder Innenbereich. Zur Erfüllung der Missionsziele stehen immer mehrere Möglichkeiten offen. Die Entscheidung, ob man sich lieber durch die Areale kämpfen oder an den Gegnern vorbei schleichen möchte, ist völlig dem Spieler überlassen.

Unsere beiden Helden verfügen dafür über ein umfangreiches, aufrüstbares Sammelsurium an tödlichen und nicht-tödlichen Waffen, sowie spezielle magische Fähigkeiten. Letzere erlauben es ihnen beispielsweise, sich über kleinere Strecken zu teleportieren, kurz die Kontrolle über andere Lebewesen zu erlangen, die Zeit einzufrieren oder durch Mauern zu sehen. Damit zu spielen ist genauso unterhaltsam wie es klingt! Die Steuerung verlangt allerdings etwas Übung bis man sie beherrscht und fühlt sich auch dann nie hundertprozentig intuitiv an. Ein Manko mit dem man leben lernen muß.

Die Gegner sind (insbesondere auf höheren Schwierigkeitsgraden) recht aufmerksam und dazu geschickt im Umgang mit ihren Waffen. Entsprechend sind Taktik und vorausdenkendes Handeln gefragt, um die erstklassig gestalteten Level zu meistern, die viel Variabilität ermöglichen und einiges an Abwechslung bereithalten.

Optisch ist Dishonored 2 recht einzigartig. Die ungewöhnliche Ästhetik bewegt sich irgendwo zwischen Comic und Surrealismus. Sie trifft sicher nicht jedermanns Geschmack, die Umsetzung wartet aber auf jeden Fall mit viel Liebe zum Detail und eindrucksvollem architektonischem Gespür auf. Die Story ist zwar weit entfernt von einem Meisterwerk, geht handwerklich jedoch in Ordnung und ist wohl ohnehin nur Mittel zum Zweck.

Insgesamt macht Dishonored 2 dank der bildgewaltigen Schauplätze und des hervorragenden Leveldesigns zu jeder Zeit Spaß. Die stimmige Spielwelt, die auf das Verhalten des Spielers reagiert, trägt ein Übriges zum positiven Gesamteindruck bei. Empfehlung.

Genre:                Stealth, Action
Getestet:            PS4 Version (Englisch)
Plattformen:      PS4
Release:             2016
Entwickler:         Arkane Studios
Publisher:          Bethesda

Dishonored 2 auf Metacritic