Editor's Rating

7
Präsentation
7
Atmosphäre
6
Technik/Bedienung
8
Sound/Musik
7
Gameplay

Der Kalte Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion liefert den geschichtlichen Hintergrund für diesen Stealth-Shooter-Side-Scroller-Mix von Indie-Entwicklerteam Dynamighty.

In einer alternativen Version davon folgen wir der Geschichte eines namenlosen Spions, der zwischen den Fronten steht. Er arbeitet nämlich für eine Organisation namens C.O.U.N.T.E.R., die sich für ein Ende der nuklearen Bedrohung einsetzt. Um das zu erreichen sollen die Atomraketen beider Supermächte zerstört werden. Deshalb wird unser Spion in deren geheime Raketenbunker geschickt, um entsprechende Pläne und Daten zu klauen. Der Clou: er darf dabei nicht entdeckt werden, denn mit jedem ausgelösten Alarm wird ein Erstschlag der betroffenen Partei wahrscheinlicher.

Das Ganze ist jetzt nicht so bierernst, wie es im ersten Moment klingt. CounterSpy versteht sich als Parodie. Großartig in Szene gesetzt in einem eigenwilligen, comicbunten Grafikstil, wird munter mit Klischees gespielt und werden Fakten mit Fiktion vermischt.

Im Spiel selbst steht Schleichen auf dem Programm. Ein Gegner nach dem anderen wird unbemerkt ausgeknipst. Wenn das mal nicht klappt, wird geballert. Dazu nutzt der Spion auch die dritte Dimension. Sobald er hinter einem Hindernis in Deckung geht, wechselt die Kamera von der Seiten- in eine 3D-Ansicht. So kann man in Feuergefechten besser zielen und patroullierenden Gegnern auflauern. Gelegentlich sorgt dieses System für Logik-Verwirrungen, insgesamt ist der Perspektivwechsel aber ein erfrischendes Element.

Was wirklich stört ist die undurchsichtige KI der Gegner. Nicht selten wird man während eines Manövers entdeckt, das eben noch ohne Aufsehen zu erregen funktioniert hat. Auf der PS Vita muß man zudem mit langen Ladezeiten leben.

Die Spieldauer kann man – für den kleinen Preis – als gerade noch akzeptabel bezeichnen. In 3 bis 4 Stunden hat man einen Durchgang hinter sich. Dafür werden die Levels zufallsgeneriert, theoretisch kann man also beliebig oft neu durchstarten. Für jeden geschafften Abschnitt gibt es zur Belohnung Punkte und Geld. Mit Letzterem kann man zwischen den Missionen Upgrades und neue Waffen kaufen.

CounterSpy macht richtig Laune, auch wenn man sich keinen Tiefgang erwarten darf. Für den schnellen Kick zwischendurch ist es jedoch genau das richtige Spiel.

Genre:                Jump n‘ Run, Stealth
Getestet:            PS Vita Version (Englisch)
Plattformen:      PS4, Ps3, PS Vita, Android, iOS
Release:              2014
Entwickler:         Dynamighty
Publisher:           Sony

CounterSpy auf Metacritic